Warum der Winter unser Bindegewebe fordert – und wie ihr euren Körper jetzt unterstützen könnt
Wenn die Temperaturen sinken, verändert sich nicht nur unsere Stimmung – auch unser Körper stellt sich um. Viele Menschen spüren im Winter deutlicher Verspannungen, steifere Gelenke oder ein „Ziepen“ im Rücken oder Nacken. Doch warum ist das so? Und wie kann man dem entgegenwirken?
Kälte und Faszien – ein spannendes Zusammenspiel
Unsere Faszien – das feine, elastische Netz aus Bindegewebe, das Muskeln, Organe und Strukturen miteinander verbindet – reagieren empfindlich auf Temperaturveränderungen. In der Kälte ziehen sie sich zusammen, verlieren etwas von ihrer Geschmeidigkeit und werden weniger gut durchblutet.
Das Ergebnis: Wir fühlen uns steifer, weniger beweglich und manchmal sogar etwas „rostig“.
Der Winter schützt – aber fordert uns auch heraus
Kälte sorgt ganz automatisch dafür, dass wir uns kleiner machen: Schultern hoch, Nacken angespannt, Atem flacher. Diese Schutzreaktion ist sinnvoll – aber sie belastet besonders die Bereiche, die ohnehin empfindlich sind:
– Nacken und Schultergürtel
– unterer Rücken
– Hüfte
– Brustkorb und Atemmuskulatur
Wer ohnehin viel sitzt oder wenig draußen ist, spürt diese Effekte oft besonders deutlich.
Was ihr im Winter für euer Wohlbefinden tun könnt
Damit euer Körper trotz Kälte elastisch bleibt, helfen schon kleine, alltagstaugliche Impulse:
- Wärme tanken
Eine warme Dusche, ein Körnerkissen oder ein kurzer Besuch in der Sauna können das fasziale Gewebe deutlich geschmeidiger machen.
- Mikro-Bewegung statt Workout
Ihr musst keinen Wintersport treiben – schon regelmäßiges Strecken, Drehen und sanftes Bewegen wirkt wie ein „Frischekick“ für Muskeln und Faszien.
- Tiefer atmen
Bewusste Atemzüge weiten den Brustkorb, entspannen das Zwerchfell und lockern Verbindungen, die sich im Winter gern verspannen.
- Achtsam mit Stress umgehen
Psychische Anspannung führt – genau wie Kälte – zu erhöhter Muskelspannung. Kleine Pausen, warme Getränke und bewusstes Entschleunigen helfen dem Körper, locker zu bleiben.
Warum jetzt eine osteopathische oder chiropraktische Behandlung sinnvoll sein kann
Im Winter zeigt der Körper oft deutlicher, wo Blockaden oder Spannungen sitzen. Sanfte Behandlungen können helfen, Beweglichkeit zurückzugewinnen, den Stoffwechsel des Gewebes anzuregen und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen.
Fazit
Der Winter ist eine besondere Zeit – für die Natur und für unseren Körper. Mit etwas Wärme, Bewegung und Achtsamkeit könnt ihr eurem Bindegewebe viel Gutes tun. Und wenn euer Körper ein wenig zusätzliche Unterstützung braucht, bin ich natürlich gern für euch da.
Bei Fragen und weiteren Informationen kommt gerne auf mich zu.
Beste Grüße,
Dennis Schäfer
Heilpraktiker

